Die Käse-Idee

Fredy Scheuber,  Thomas Käslin, Käser Hans Aschwanden und Richi Barmettler präsentieren den Klewenalp-Käse.
Fredy Scheuber, Thomas Käslin, Käser Hans Aschwanden und Richi Barmettler präsentieren den Klewenalp-Käse.

Was machen die kleinen und mittleren Alpbetriebe in Beckenried, wenn der Milchpreis weiter sinkt und/oder die Bewirtschaftung mit familieneigenen Arbeitskräften nicht mehr gewährleistet ist? Dies fragten sich einige Klewenälper im Verlaufe der neuen Agarpolitik. Wahrscheinlich wird als erstes die Milchproduktion eingestellt und nur noch Mutterkühe und Rinder werden gesömmert. Damit wird auch die Wertschöpfung auf den Alpen vernichtet.
Um diesem Zukunftsszenario entgegenzuwirken, wurden Wege für einen höheren Milchpreis gesucht. Die Idee, einen Alpkäse herstellen zu lassen, schnitt am besten ab. Mit Hans Aschwanden, Bergkäserei Aschwanden, Seelisberg fand man die für unsere Käseherstellung am besten geeignete Produktionsstätte und einen inovativen Käser. Als grösster Vorteil dieser überbetrieblich Zusammenarbeit darf bezeichnet werden, dass die bestehenden Anlagen besser ausgelastet werden und kein Kapital für Investitionen nötig waren, da ja alles vorhanden war.

 

In Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftlichen Betriebsberatung Nidwalden, wurde im Frühjahr 2001 die "Einfache Gesellschaft Klewenalp-Käse" gegründet. Acht Klewenälpler, Hans Aschwanden als Käser und Fredy Scheuber als Transporteur gründeten diese Vereinigung und sind selber für den Käseverkauf verantwortlich.

 

Seit dem Sommer 2012 kauft Hans Aschwanden die Milch direkt von den Älplern und organisiert den Milchtransport. Die "Einfache Gesellschaft Klewenalp-Käse" wurde deshalb per 30.09.2012 aufgelöst.

 

Im Sommer 2015 wurden über 300'000 kg Alpmilch in der Bergkäserei Aschwanden verarbeitet. Dies ermöglichte den Älplern eine zusätzliche Wertschöpfung von rund 25 Rappen / Kilo Milch.